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Bilder/jpg/Aktuelles aus dem Weingut

 


 
 

Verehrte Kunden,

 

der Austrieb der Rebenknospen ist jedes Jahr von neuem so etwas wie eine Geburt. Immer wieder faszinierend, wenn im Frühjahr in den Reben nach langer Winterruhe (da erscheinen die Reben wie „leblos“) wie aus dem Nichts neues Leben erwacht. Saft läuft aus den verholzten Fruchtruten, die Knospen schwellen und schließlich offenbart sich das erste Grün. In der sich öffnenden Winterknospe zeigt sich die Geste wie sich in Richtung Sonne, Himmel ausbreitenden Armen.

Ein neuer Jahrgang wird in diesen Augenblicken geboren. Vieles werden die Rebe, ihr ständig wachsendes Blattgrün, die Blütenstände über Sommer erleben: Licht, Wärme, den Wechsel warmer /heißer und kühlerer Temperaturen, Feuchtigkeit und trockene Phasen, die Begehrlichkeiten von Insekten und Pilzen, den gestaltenden Winzer und seine Hilfskräfte, vielleicht das ein oder andere heftige Wetter oder gar Unwetter. Fest verwurzelt in einen Boden, der in unendlicher Vielzahl von (Mikro-) organismen besiedelt ist, die in einem sehr komplexen Zusammenspiel für das Werden und Vergehen und den Fluss von Mineralstoffen ihr Werk verrichten.

Vieles von alledem bleibt für uns Menschen ein Wunderwerk. Die Wirkungen können wir wahrnehmen und von daher Erfahrungen sammeln für unser Gestalten und Pflegen. Wenn am Ende dieses jährlichen Weges schöne, gesunde, süße Trauben am Rebstock prangen, ist der Winzer zugleich glücklich wie auch ein wenig demütig und dankbar, was ihm die Natur schenkt.

Genug der schönen Worte, die Arbeit ruft, alles treibt und gedeiht zur Zeit und möchte gepflegt werden…

 

 

Ihr, Harald Scholl 

 


 
aufgehende Knospen in einem alten Silvaner-Weinberg