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Sommer 2019: eine Zwischenbilanz

Mitten im Sommer und der Winzer spricht von einer Bilanz?? Wie das? Nun, von Januar bis Juli sind die allermeisten Arbeiten im Weinberg und Keller erledigt worden: Reben schneiden und anbinden, Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz und Präparate ausbringen, die aufwachsenden Rebtriebe einheften, Laubschnitt usw. Daneben im Frühjahr die Weine des letzten Jahrgangs füllen im Frühjahr.

Die Trauben im Weinberg sind schon weit entwickelt, in wenigen Wochen beginnt die Reifezeit. Alles ist im grünen Bereich, die Reben gesund, ein normaler Ertragsansatz ist zu sehen, die Vegetation verläuft ohne Ausreißer (nicht wie im letzten Jahr, wo alles viel zu früh entwickelt war), und von Hagel und sonstigen Unwettern blieben wir bisher verschont. Einzig die Trockenheit macht sich bemerkbar: an Standorten mit flachgründigeren Böden zeigen die Reben einen mäßigen Aufwuchs. Die Rebe verhält sich da wie die Menschen: es wird alle Energie in den Nachwuchs gesteckt: bei der Rebe die Trauben.

Mit Sicherheit wird es deshalb nicht die hohen Erträge geben wie zumindest teilweise im letzten Jahr, sondern -sofern wir weiterhin von Unwettern verschont bleiben- moderate bis ordentliche Erträge. Wenn es denn noch etwas Versorgung mit Niederschlägen geben wird (ohne Wasser kann keine Pflanze leben), wäre das für die spätere Weinqualität gut: mehr Mineralstoffe werden aufgenommen, was zu mehr Fülle im Geschmack führt. Nur viel Sonne (Licht und Wärme) alleine reicht nicht.

Es bleibt also noch spannend, was in den nächsten 8 Wochen bis Lesebeginn passiert.

 

Ihr, Harald Scholl 

 


Rheinhessen/Gau-Heppenheim im Sommer